Sobre el video documental: / About the documentary video:
-----
This is the documentary video that we created showing the events of the days we worked on the project. In the end it was shown as part of the intervention. The title of the video, "He who doesn´t fight is dead!" is the same as the battle cry of the movement FLM / MSTC.
Artikel über X-Moradias: "Im Dickicht der Stadt" - NZZ (dt.)
[...]
Schnittstellen
Und dann geht einem die Schnittstelle von Kunst und Leben endgültig verloren. Ariel Davila sollte in einem von der Obdachlosenorganisation FLM besetzten Hochhaus arbeiten. Kurz vor Beginn der «X Moradias» wurde das Haus von der Polizei geräumt, und der Inszenator verwandelte sich zwangsläufig in einen Dokumentaristen. Die mehr als hundert vertriebenen Familien campierten tage- und nächtelang auf einer Brückentreppe, dann wurde ihnen ein verlassenes zugemülltes Lagerhaus zugewiesen, das sie ausräumten und mit notdürftigen Küchen- und Schlafplätzen versahen.
Dort besuchen wir sie nun, betrachten die an Wäscheleinen aufgehängten Fotos Davilas, sehen einen TV-Bericht über die Ereignisse, lassen uns ihre Geschichte erzählen: Die meisten von ihnen gehen arbeiten, verdienen aber so wenig, dass sie sich eine Wohnung nicht leisten können. Und plötzlich stehen wir mitten im Leben statt in der Kunst.
Es ist die aufwühlendste, verunsicherndste Begegnung der drei Tage: die Wohnung, die fehlt – ein Work in Progress. Denn kämpferisch, wie sie ist, wird die FLM sicher bald ein anderes der vielen leerstehenden Hochhäuser São Paulos besetzen und von dort ihre Version von «X Wohnungen» in die Welt schreien.
Dies ist ein Auszug aus dem Artikel von Renate Klett in der NZZ vom 16.07.09. Der ganze Artikel kann unter unten stehenden Link eingesehen werden: http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buehne/im_dickicht_der_stadt_1.3032485.html
Article about X-Apartments: "The Homemakers" (engl.)
Police operation: reality overruns fiction
Every stop, every experience is different and by evening, you are filled to the brim with impressions and thoughts – not to mention the intensity of urban life. X-Homes is exhausting, but incomparable.
Then, at Ariel Davila’s production, reality overruns any fiction. He wanted to work with the homeless who are squatters in a vacant high-rise. On the second day of rehearsals, the house was cleared by the police and over one hundred families camped out on a bridge stairwell, and then were sent to an old warehouse, which they furbished in a makeshift way.
Now, they receive their visitors there. Davila, transformed from director to documentary-maker, has hung his photographs on clotheslines and shows a film about the events.
The homeless people, many of them employed but so underpaid that they cannot afford a place to live, are pugnacious and well organized. They will probably occupy yet another high-rise – enough of them stand empty.
The article written by Renate Klett in english. The entire article you find in the following link: http://www.goethe.de/uun/bdu/en4777333.htm
Über X-Wohnungen, 23.-27.06.09, Sao Paulo, 2009 (dt)
Fiktion und Realität vermischen sich in einer Mission, die es sich zur Aufgabe macht die Stadt aus anderen Blickwinkeln zu zeigen.
In drei verschiedenen Rundgängen, die jeweils 2,5 Stunden dauern. Zu sehen gibt es kleine Montagen und Performances. Im SESC Consolação, Ausgangspunkt der drei Veranstaltungen, erhalten die Besucher (immer in Zweier-Gruppen) genaue Beschreibungen über die Wege die sie zu den Residenzen führen.
X-Wohnungen wurden vom berliner Theaterregiesseur Matthias Lilienthal ins Leben gerufen und bereits in Berlin, Istanbul und Caracas inszeniert. In São Paulo werden mehrere Wohnungen in den Vierteln Santa Cecília, República, Consolação und Higienópolis, Viertel in den große Teile der Kunstszene Sao Paulos statt finden und wohnen, für das Projekt ausgewählt. Die Realisierung des Projektes in einer Stadt wie Sao Paulo muss noch gründlicher geplant werden, als in den anderen Städten in denen es schon statt gefunden hat. Die Gebäude in der Stadt unterscheiden sich stark von einander und bringen zu dem unterschiedlichste planerische Schwierigkeiten mit sich. Vor allem der Aspekt der Sicherheit, eines der großen Themen mit denen sich die Bevölkerung Sao Paulos täglich auseinandersetzen muss, birgt verschiedene mehr oder weniger schwierige Details für die Planung des Projekts. Einige der Gebäude werden von Wachdiensten bewacht, die die Zuschauer ankündigen müssen bevor auf das Grundstück gelassen werden, andere wiederum nicht.
In São Paulo nehmen an den X-Wohnungen brasilianische und internationale Künstler teil, wie Simon Will, von Gob Squad, Richard Maxwell, von der Theatergruppe New York City Players und Nurkan Erpulat, Theaterregiesseur aus Berlin. Die Auswahl der Wohnungen gestallte sich als äußerst schwierig. Künstler die selber in den Stadtteilen, in denen das Projekt statt findet, konnte man leicht gewinnen, um aber die vielen verschiedenen Seiten des Zentrums Sao Paulos in X-Wohnungen wieder zu spiegeln, mussten auch Wohnungen gefunden werden die nicht in diese künstlerische Szene passen. Hierfür wurden Anzeigen in diversen Zeitungen geschaltet.
http://www.goethe.de/ins/br/lp/kue/de4562681v.htm
Sobre X-Moradias, 23.-27.06.09, Sao Paulo (port.)
Entrar na casa de alguém desconhecido e presenciar uma intervenção artística - uma mini-peça de teatro, uma performance, uma instalação, ou da documentação do cotidiano real dos próprios moradores. Esta é a idéia de X Moradias, que acontecerá entre os dias 24 e 27 de junho em São Paulo, revelando uma inusitada cidade e seus surpreendentes protagonistas. Os participantes de X Moradias São Paulo irão explorar a pé um percurso por vários apartamentos e outros tipos de moradias nos bairros de Santa Cecília, República, Consolação, Higienópolis e Bela Vista, tendo como ponto de partida o SESC Consolação. Os espectadores – 2 a cada vez - escolhem um dos três percursos distintos que os conduzem a sete residências. Eles e recebem descrições detalhadas dos caminhos e talvez descubram o cotidiano do cidadão paulistano, seu rosto, biografia, as estruturas arquitetônicas e sociais de sua moradia. Uma mistura de ficção e realidade, teatro e dia a dia, intimidade e espetáculo.